Konzeption Kinderkrippe „Neue KinderFAN GmbH“

 

 

1.     Träger
Träger der Einrichtung ist die Neue KinderFAN GmbH. Diese betreibt in München drei Kindertagesstätten.
Die Neue KinderFAN GmbH setzt ihre Aufgabe, die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern im Alter von 6 Monaten bis zur Einschulung in seinen Kindertagesstätten um.

 

 

2.     Ziel der Einrichtung
Das vorrangige Ziel der Kinderkrippen ist es, gemeinsam mit den Eltern Kinder zu bilden und zu erziehen und sie in ihrer Entwicklung zu selbständigen, selbstbewussten und sozial kompetenten jungen Menschen zu unterstützen. Zudem unterstützt die Neue KinderFAN GmbH berufstätige Eltern, indem sie ihre Kinder guten Gewissens in die Obhut von pädagogischen Fachkräften geben können. Die Kinder haben in einer gewaltfreien und geschützten Umgebung die Möglichkeit, notwendige Kompetenzen und Fähigkeiten zu erlernen, um sicher und gestärkt den Herausforderungen der modernen Gesellschaft entgegen zu treten.
Kindern soll die Möglichkeit gegeben werden, sorgenfrei und gut behütet Erfahrungen über sich selbst und ihre Umwelt zu machen.

 

 

3.     Räumlichkeiten, Ausstattung und Spielmaterial
Bei der Ausstattung der Einrichtungen wird besonders auf Helligkeit und freundliche Farben geachtet. Ebenso großen Wert wird auf adäquates Spielzeug und beste Einrichtung gelegt.
Die Kinderkrippen verfügen über ausreichenden Platz. Den Kindern stehen große Gruppenräume, Schlafräume, Garderobe und ein Bad zur Verfügung. In der Garderobe hat jedes Kind ein eigenes Fach. Die Gruppenräume der Kinderkrippen sind individuell ausgestattet und eingerichtet. So gibt es abgeteilte Kleinkind-Erlebniszonen, in denen unsere Jüngsten einen geschützten Rahmen finden.
Die Spielbereiche bestehen aus verschiedenen Lern- und Erfahrungsecken, z.B. Bau-, Lese- und Spielecken.
Den Kindern steht ausreichend Spielmaterial zur Verfügung, z.B. Puzzle, Domino, Bilderlotto, verschiedene Spiele, Legosteine, Bücher und vieles mehr.
Die Kinderbäder sind den Anforderungen entsprechend ausgestattet.

 

 

4.     Gruppenstrukturen
In unseren Kinderkrippen gehen Kinder im Alter zwischen 6 Monaten und 3 Jahren. Die Gruppenstärke entspricht den jeweiligen Rahmenbedingungen der Kinderkrippe.
Die Krippengruppen sind alters- und geschlechtgemischt.

 

 

5.     Mitarbeiter
Die pädagogische Arbeit wird in den Krippen von pädagogischen Fach- und Ergänzungskräften übernommen (staatlich anerkannte Erzieher, Sozialpädagogen, Kinderpfleger, Heilerziehungspfleger). Zudem wird das Team von Studenten, Praktikanten und Hilfskräften unterstützt.
Die Geschäftsführung und die Verwaltung bestehen derzeit aus 3 Personen, die jahrelange Erfahrung in pädagogischen Einrichtungen haben und für alle vertraglichen und kaufmännischen Belange verantwortlich sind, sowie die wirtschaftliche Sicherung der Einrichtung gewährleisten.
Für technische Belange sind Hausmeister für alle Einrichtungen vorhanden.

 

 

6.     Pädagogische Ansätze

 

 

6.1.  Situations- und projektorientierter Ansatz
Die pädagogische Arbeit richtet sich nach dem situationsorientierten Ansatz. Das heißt, dass die pädagogische Arbeit mit ihren Inhalten möglichst nahe an den Alltagserfahrungen und -geschehnissen der Kinder anknüpft. Die Kinder werden unterstützt, ihre Erfahrungen und Erlebnisse die sie innerhalb der Familie und in der Krippe machen, zu verarbeiten. Die Kinder bekommen einen Rahmen, in dem sie ihren Erfahrungs- und Erlebnishorizont erweitern können.
Des Weiteren wird projektorientiert gearbeitet, eine Methode, mit der Kindern Wissen vermittelt wird und welche die Möglichkeit bietet sich mit dem täglichen Leben auseinander zu setzen. Die Projekte zu einem bestimmten Thema belaufen sich über einen längeren Zeitraum, die altersspezifisch und gruppenübergreifend durchgeführt werden.

 

 

Pädagogische Ziele der Projektarbeit:

 

  • Erfahrungslernen
  • Selbständigkeit
  • Lebensnähe
  • Ganzheitliche Kompetenzförderung
  • Mitbestimmung
  • Methodenvielfalt
  • „spiralförmiges Lernen“ (das heißt, stetiger Wechsel von kommunizieren, experimentieren, visualisieren, spielen, malen und gestalten)

 

Die Projektthemen werden entweder von den Erzieherinnen geplant und strukturiert oder entstehen aus Situationen heraus, die von den Kindern ausgehen. Themen in der Projektarbeit sind auch jahreszeitlich orientiert.

 

 

6.2.  Systemischer Ansatz
Systemisch heißt, das Kind (Menschen) im Kontext seiner Beziehungen - seiner „Welt“ zu sehen. Im systemischen Ansatz steht jeder Mensch, egal wie alt er ist, in einem Beziehungsgefüge. Hierzu zählt die Familie, Verwandte und Bekannte, Kinderkrippe und die Umgebung. Wir sehen das Kind als Teil dieses Beziehungsgefüges (System), das mit ihm und mit der das Kind in Wechselbeziehungen steht. All diese Systeme begleiten, beeinflussen und prägen das Leben, Verhalten und Empfinden der Kinder. Das Verhalten der Kinder ist nicht stetig, es ist Prozessen der Veränderungen unterworfen. Dabei spielen die Reaktionen der Systeme, die das Kind umgibt, aber auch die eigenen Reaktionen eine Rolle.
Wenn unter Einbeziehung dieser Systeme das Kind betrachtet wird, können Stärken und Fähigkeiten, Verhalten, Muster sowie Rollenverhalten verständlich werden.
Zusammenhänge, Handlungsoptionen und Entscheidungen werden sichtbar.
Durch das Arbeiten nach dem systemischen Ansatz erhält man bei Verhaltensauffälligkeiten eine Transparenz, in dem das „Warum verhält sich das Kind so“ erklärbar und neu verstanden werden kann.

 

 

6.3.  Konstruktive Konfliktregelung
Überall wo Menschen miteinander zu tun haben, können Auseinandersetzungen und Unstimmigkeiten auftreten. So gehören auftretende Konflikte in der Krippe zum Alltag der Kinder. Sie sind Bestandteil menschlicher Kommunikation. Wenn Kinder Streit haben, neigen Erwachsene sehr schnell dazu regelnd einzugreifen. Damit nehmen sie den Kindern die Möglichkeit, konstruktives Konfliktverhalten kennen zu lernen, einzuüben, den Ausdruck ihrer Gefühle zu erlernen und soziale Regeln zu erproben.
In der Kinderkrippe wird nach alterstypischen Konfliktlösungsstrategien unterschieden. Kinder im vorsprachlichen Alter erhalten sofort Unterstützung. Die entstandene Situation wird unterbrochen, um den beteiligten Kindern zu zeigen, dass hier die Grenzen sind. Weiteres Nachbereiten auf kommunikativer Ebene ist nicht möglich und auch nicht nötig.
Bei Kindern die über Sprachverständnis und über einen gewissen Sprachwortschatz verfügen bietet sich eine gezielte Konfliktbearbeitung an.
Konstruktive Konfliktregelung ist eine Grundhaltung in unseren Einrichtungen die wir als Team praktizieren und den uns anvertrauten Kindern ermöglichen. In einer Konfliktsituation wird aufmerksam beobachtet und eine wartende Position eingenommen. Somit wird signalisiert, dass wir interessiert und neugierig sind wie sie ihren Konflikt lösen aber auch dass wir im Notfall für sie da sind, Unterstützung geben, die sie dann brauchen. Diese Unterstützung tritt ein, wenn Kinder sie einfordern oder ihnen heftige Gefühle den Blick auf Lösungswege verstellen. Bei der Konfliktregelung geht es nicht darum Schuldzuweisungen und moralische Vorwürfe zu treffen, denn sie treffen allein das Kind z.B. „Schäm dich!“, oder „Das macht man nicht!“ Wir achten darauf Ich-Aussagen an das Kind zu senden, z.B. „Ich möchte nicht, dass du haust!“ Diese Aussage greift nicht das Kind als Person an, sondern das was es tut. Klare verständliche Aussagen sowie eine der Konfliktsituation angepassten Körpersprache unsererseits, geben den Kindern einen sicheren wert- schätzenden Rahmen in dem sie die besten Aussichten auf die Entwicklung positiver Wertstrukturen für ein sozial verantwortliches Handeln entwickeln.

 

 

7.     Ziele der Pädagogischen Arbeit

 

 

7.1.  Förderung der Basiskompetenzen
Die Psychologie geht davon aus, dass der Mensch drei grundlegende psychologische Bedürfnisse hat. Das Bedürfnis nach sozialer Eingebundenheit, nach Autonomieerleben und nach Kompetenzerleben.
Unter sozialer Eingebundenheit ist zu verstehen, dass man sich anderen zugehörig fühlt, sich geliebt und respektiert fühlt. Wenn wir nicht fremd - sondern selbst gesteuert handeln, erleben wir Autonomie.
Kompetenz erleben wir dadurch, dass wir Aufgaben oder Probleme aus eigener Kraft bewältigen. Das sind die Basiskompetenzen, worauf alle anderen Kompetenzen aufbauen. Sie sind für das Wohlbefinden des Menschen und für die Bereitschaft, sich in vollem Umfang seinen Aufgaben zu stellen verantwortlich.

 

 

7.2.  Selbstwahrnehmung
Die Selbstwahrnehmung besteht aus zwei Teilen: einmal das Selbstwertgefühl und zum anderen das positive Selbstkonzept.
Die Vorraussetzung für die Entwicklung von Selbstvertrauen ist ein hohes Selbstwertgefühl. Wenn sich ein Kind in seinem ganzen Wesen angenommen und geliebt fühlt, kann ein gutes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen entwickelt werden. Wir als Kindertagesstätte tragen einen hohen Anteil dazu bei, dass sich Kinder für wertvoll halten und mit sich selbst zufrieden sind. Durch positive Wertschätzung und Verstärkung seitens der Bezugspersonen und ein respektvolles und freundliches Verhalten untereinander (mit Kindern und Erwachsenen) wird das Selbstwertgefühl gestärkt. Es ist wichtig, den Kindern ausreichend Möglichkeiten und Gelegenheiten zu bieten, stolz auf sich und seine Fähigkeiten, seine Kultur und Herkunft zu sein.
Das Selbstkonzept ist das Wissen über sich Selbst. Dieses Wissen teilt sich nochmals in vier Bereiche ein. Das akademische Selbstkonzept, d.h. die Leistungsfähigkeit in unterschiedlichen Lernbereichen. Das soziale Selbstkonzept bezieht sich auf die Fähigkeit, mit anderen Personen zurechtzukommen. Das emotionale Selbstkonzept, d. h. welche Gefühle man in bestimmten Situationen erlebt und das körperliche Selbstkonzept, es bezieht sich darauf wie fit man ist und wie man aussieht.
Die positive Selbstkonzepte entwickeln sich, in dem wir als pädagogische Fachkraft positive Rückmeldung für Leistungen geben, aktiv dem Kind zuhören und die Gefühle des Kindes verbalisieren. In dem wir dem Kind ermöglichen seine körperliche Leistung immer wieder zu verbessern und wir acht geben, dass das Kind gepflegt aussieht.

 

 

7.3.  Motivationale Kompetenzen
Die motivationale Kompetenz teilt sich in Bereiche auf.
Das Autonomieerleben, das Kompetenzerleben, die Selbstwirksamkeit, die Selbstregulation und die Neugier und individuellen Interessen des Kindes. Kinder wollen selbst bestimmen, was sie tun und wie sie es tun. Es ist wichtig den Kindern genügend Gelegenheiten und ihnen häufige Wahlmöglichkeiten zu bieten, um das Autonomieerleben (selbst bestimmen) zu erlernen. Kinder sind auch dazu bereit, von außen an sie herangetragene Handlungsziele anzunehmen um wichtige Bezugspersonen zufrieden zu stellen und um sich auch selbst als kompetent zu erleben. Das Kompetenzerleben wird von uns unterstützt, indem wir den Kindern Aufgaben stellen, die ihrem Leistungsniveau entsprechen oder die geringfügig darüberliegen. Die Kinder erfahren und erleben somit, dass sie etwas können.
Wir, als pädagogische Fachkräfte, achten darauf, dass die Aufgaben, die wir den Kindern stellen, immer zu schaffen sind, dass sie in ihrem Schwierigkeitsgrad an das jeweilige Kind individuell angepasst werden. Wenn Kinder diese Aufgaben aufgrund ihrer eigenen Leistung und Kompetenz bewältigen, entsteht und wächst die Selbstwirksamkeit. Selbstwirksamkeit kann auch dann am besten entwickelt werden, wenn die Kinder wissen, dass auf ein bestimmtes Verhalten, z.B. Regelverstoß, eine bestimmte Konsequenz folgt. Deshalb ist darauf zu achten, dass die Kinder die Regeln der Krippe kennen, diese einhalten und dass die Kinder wissen, dass es eine Konsequenz beim Regelverstoß gibt. Die Konsequenz muss vorhersehbar sein und auch eine Reflexion mit den Kindern ist wichtig.
Wenn ein Kind sein Verhalten selbst beobachtet, es bewertet und sich anschließend belohnt oder bestraft, spricht man von Selbstregulierung. Indem wir das Kind in seinen Handlungsabläufen oder bei Problemlösungsprozessen kommentieren, dem Kind aufzeigen wie es sein Verhalten planen, beobachten und steuern kann, unterstützen wir die Entwicklung der Selbstregulation.
Kinder sind von Haus aus neugierig und interessiert an allem, was sie noch nicht kennen. Diese Aufgeschlossenheit machen wir uns zu nutze und unterstützen das Kind in seiner Entwicklung und in seinem Lernen.

 

 

7.4.  Kognitive Kompetenzen
Kognitive Kompetenzen bestehen aus fünf Kompetenzen, die Kinder mit unserer Unterstützung im Laufe der Zeit erwerben und entwickeln.
Sehen, Hören, Tasten, Riechen und Schmecken ist die Grundvoraussetzung für den Erkennens-, Gedächtnis- und Denkprozess. Wir unterstützen die Entwicklung dieser Kompetenzen, indem wir die Kinder auffordern, zu beschreiben, was sie sehen, hören, ertasten, riechen oder schmecken.
Denkaufgaben werden immer dem Entwicklungsstand des jeweiligen Kindes angepasst. Indem wir Vermutungen über das (voraussichtliche) Verhalten von Dingen oder Prozessen äußern, erlernt das Kind das Bilden von Hypothesen, z.B. auf dem Bild weint der Junge, vielleicht weil er hingefallen ist, seine Mama sucht, Hunger hat usw.. Die Kinder werden unterstützt beim Bilden von Oberbegriffen, Unterscheidungen, Mengenvergleichen und Relationen.
Das Gedächtnis wird durch das Wiederholen, z.B. Liedern, Fingerspielen, gleichen Ritualen und wiederkehrende Tätigkeiten und Situationen geweckt und gefördert.
Kinder im Krippenalter haben noch keine Erkenntnis darüber, wie man z.B. einen Konflikt löst. Unsere Aufgabe ist es, den Kindern aufzuzeigen, welche Möglichkeit sie haben, einen Streit zu lösen. Wir stehen den Kindern als „Mentor“ zur Seite, auch „Fehler machen“ ist ein wichtiger Prozess, um die Kompetenz der Problemlösefähigkeit zu erlernen.
Über das Malen nach eigenen Vorstellungen, über das freie Spielen von Musikinstrumenten, über das Bewegen zur Musik, über das Erzählen von Geschichten erwerben die Kinder die Kompetenz von Phantasie und Kreativität.

 

 

7.5.  Physische Kompetenzen
Die physischen Kompetenzen setzen sich aus Übernahme von Verantwortung für Gesundheit und körperliches Wohlbefinden, aus grob- und feinmotorische Kompetenz und der Fähigkeit zur Regulierung von körperlicher Anspannung zusammen.
Wir gehen mit den Kindern zum Wickeln, unterstützen sie - in Absprache mit den Eltern - beim „Sauber“ werden, gehen mit ihnen nach dem Essen zum Hände waschen und zeigen, wie man sich die Zähne putzt. Wir bieten den Kindern gesunde und abwechslungsreiche Lebensmittel an. So können wir die Entwicklung zur Übernahme von Verantwortung für Gesundheit und körperliches Wohlbefinden fördern. Durch gezielte Angebote haben die Kinder die Gelegenheit, ihrem Bewegungsdrang freien Lauf zulassen, ihre körperliche Fitness auszubilden, den Körper kennenzulernen, Geschicklichkeit zu entwickeln und somit die Grob- und Feinmotorik zu fördern.
Die Kinder lernen, dass sie sich für bestimmte Aufgaben geistig und körperlich anstrengen müssen. Es ist wichtig, dass wir neben der Anstrengung auch für einen Ausgleich sorgen: die Entspannung, z.B. Bücher anschauen oder Entspannungsübungen. Entspannung ist eine wichtige Komponente bei der Stressbewältigung.

 

 

7.6.  Soziale Kompetenzen
In der Krippe kommen die meisten Kinder das erste Mal in Kontakt zu Außenstehenden (nicht Familienangehörige oder enge Freunde), Kindern und Erwachsenen. Wir, die pädagogischen Fachkräfte, helfen den Kindern bei der Kontaktaufnahme zu den Gruppenmitgliedern, indem wir uns offen und wertschätzend verhalten. Die Kinder können so Beziehungen aufbauen, die durch Sympathie und gegenseitigen Respekt gekennzeichnet sind.
In kleinen Gesprächen oder bei Konfliktsituationen lernen die Kinder, sich in andere hineinzuversetzen, ihre Handlung zu überprüfen, sie vielleicht auch zu überdenken und andere neue Lösungsvorschläge anzunehmen, z.B. wenn wir ihnen aufzeigen, was gerade geschehen ist, was die Reaktion mit dem anderen Kind gemacht hat, wie es sich jetzt fühlt und wie man es beim nächsten Mal anders lösen kann. So fördern wir auch gleichzeitig eine der wichtigsten Kompetenzen für ein erfolgreiches Leben und Bestehen unserer Gesellschaft: die Kommunikation. In unserer Kinderkrippe bieten wir den Kindern ausreichende Gelegenheiten für Gespräche, z.B. im Morgenkreis, bei der Bilderbuchbetrachtung, bei Angeboten, etc. Die Kinder lernen somit, sich auszudrücken durch den Gebrauch von Sprache, Gestik und Mimik, den anderen aussprechen zu lassen, ihm zuzuhören  oder gegebenenfalls etwas nachzufragen.
Über gemeinsame Aktivitäten – vom Tischdecken bis hin zu Angeboten – wird die Zusammenarbeit, die Kooperationsfähigkeit der Kinder geweckt und geschult. Wir helfen den Kindern dabei, sich abzusprechen, das Abgesprochene durchzuführen und danach darüber zu sprechen, z.B. bei einem Bastelangebot, jetzt ist erst die .... an der Reihe, danach darfst du und war das in Ordnung so für dich.
Im Kleinkindalter treten gehäuft Konflikte auf, z.B. um ein Spielzeug. Unsere Aufgabe besteht darin, als „Mentor“ in die Konflikte einzugreifen, zu vermitteln, beide Parteien anzuhören und Lösungsmodelle vorzuschlagen.
Das alles in Verbindung ist wichtig zur Entwicklung der Sozialkompetenzen.

 

 

7.7.  Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenz
Kinder haben ein grundlegendes Bedürfnis nach sozialer Zugehörigkeit. Sie übernehmen die Werte ihrer Bezugsgruppe und machen diese Werte zu ihren.
Kinder im Krippenalter sind von Haus aus unvoreingenommen gegenüber Personen mit anderen Werten, Einstellungen und Sitten. In der Krippe erhalten Kinder die Möglichkeit, andere Kinder, mit anderen Kulturkreisen kennen zu lernen, sich dafür zu interessieren und hinein zu schnuppern. Die Kinder lernen dadurch auch eine Sensibilität dafür zu entwickeln, dass jedes Kind anders ist, z.B. schwarz oder weiß, weiblich oder männlich und das jedes Kind in seiner Art einzigartig ist und auch sein darf.
Unser Ziel ist es auch, den Kindern zu lernen, Mut zu machen, ihre Gefühle und Bedürfnisse gegenüber anderen zum Ausdruck zu bringen. Sie erfahren ein Zusammengehörigkeitsgefühl und ein Füreinanderdasein.

 

 

7.8.  Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme
Das bedeutet Verantwortung für mein eigenes Handeln, Verantwortung anderen Menschen gegenüber und Verantwortung für Umwelt und Natur zu übernehmen. Die Kinder werden langsam dazu hingeführt, dass sie für ihr eigenes Verhalten und Handeln verantwortlich sind, dass sie es selber verändern und kontrollieren können. Sie lernen ein Gespür zu bekommen, sich für Schwächere, benachteiligte Kinder in einer Gruppe einzusetzen. Schon in der Krippe lernen die Kinder mit ihrer Umwelt und der Natur verantwortungsbewusst umzugehen. Durch Angebote, Gespräche und Spaziergänge lernen schon die Kleinsten einen sensiblen Umgang mit Lebewesen und einen bewussten Umgang mit den Pflanzen.

 

 

7.9.  Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe Wir leben den Kinder im Umgang mit unseren Mitmenschen und Kollegen eine demokratische Entscheidungsfindung und Konfliktlösung vor. Das heißt nicht durch Gewalt und Machtausübung, sondern in Gesprächen, durch Regeln im Umgang miteinander, durch Konsensfindung und durch Abstimmungen. Auf diesem Weg entwickeln die Kinder ein Gespür dafür, wie man mit anderen Kindern umgeht, wie man mit ihnen spricht oder wie Konflikte gelöst werden können. Wir, als pädagogische Fachkräfte, stehen den Kindern als "Mentor" immer zur Seite und unterstützen sie bei Konflikten und deren Lösungsfindung. 

 

 

7.10. Lernmethodische Kompetenz
Lernmethodische Kompetenz baut auf viele andere erlernte Basiskompetenzen auf, z.B. Denkfähigkeit, Gedächtnis, Kreativität, Wertehaltung, Verantwortungsübernahme, Kommunikationsfähigkeit, bündelt diese und verknüpft sie zu Kompetenzbereichen.
Im Säuglings- und Krippenalter stehen die Kinder am Anfang eines großen Lernprozesses.
Wir zeigen ihnen, wie sie Wissen erweben können, es selbst steuern und reflektieren können. Wie sie bereits erworbenes Wissen anwenden, es auf unterschiedliche Situationen übertragen können, eigene Lernprozesse wahrzunehmen, zu steuern und selbst zu regulieren.
Es gibt unterschiedliche Methoden, wie Kinder Wissen erwerben und wie wir, als pädagogische Fachkräfte, sie dabei unterstützen können, z.B. über Bücher, über Spiele und über verschiedene Angebote zu unterschiedlichen Themen. Die Themen müssen nicht unbedingt von den Erziehern kommen, sonder können auch von den Kindern geäußert und von uns aufgegriffen werden.
Indem wir die Themen dem Entwicklungsstand der Kinder anpassen, sie in unterschiedliche Bereiche einteilen, z.B. in Gespräche, in Bewegung, in Experimente oder in kreatives Gestalten und bisher gelerntes immer wieder wiederholen, regen wir die Lernfähigkeit der Kinder an und unterstützen diese zugleich.

 

 

7.11. Widerstandsfähigkeit (Resilienz)
Resilienz, Widerstandsfähigkeit bedeutet: kompetenter Umgang mit Veränderungen und Belastungen. Sie ist wichtig für eine positive Entwicklung, Gesundheit und für das Wohlbefinden des Kindes.
Indem wir die positiven Eigenschaften, die ein Kind mit sich bringt stärken, unterstützen wir die Entwicklung eines positiven Selbstkonzepts. Resiliente Kinder entwickeln sich zu kompetenten, leistungsfähigen, stabilen und selbstbewussten Persönlichkeiten. Unsere Aufgabe ist es, diesen Entwicklungsprozess anzuregen und zu fördern.
Kinder mit einer hohen Widerstandsfähigkeit haben weniger Schwierigkeiten mit Veränderungen, z.B. Eintritt in den Kindergarten oder in die Schule, Umzug in eine andere Stadt (neue Umgebung) oder Veränderungen in der Familie (Scheidung). Wichtig dabei ist auch eine gute und erziehungspartnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Eltern und dem pädagogischen Fachpersonal. Ein stetiger und guter Informationsaustausch über beobachtete Veränderungen am Kind oder über Veränderungen in der Familie (Großeltern zu Besuch, ein Elternteil ist verreist), ermöglichen uns individuell und gezielt auf das Kind einzugehen und es in seiner momentanen Situation zu unterstützen und zu stärken.

 

 

8.     Umsetzung der Pädagogischen Ansätze und Ziele

 

 

8.1.  Eingewöhnung
Ein wichtiger Teil unserer Arbeit ist die Eingewöhnung. Sie soll den Kindern einen sanften Einstieg in die Krippe ermöglichen und damit den Trennungsschmerz der Kinder auffangen.
Die Kinder werden durch eine sanfte Eingewöhnung psychisch stabilisiert und können die tägliche Trennung von den Eltern akzeptieren und so den Tag in der Krippe positiv erleben. Je nach Bindungsverhalten und Entwicklungsstand der Kinder kann die Eingewöhnung unterschiedlich lang sein. Die gesamte Eingewöhnung kann daher den Zeitraum von 6-8 Wochen einnehmen.
Die Eingewöhnung unterteilt sich dabei in drei Phasen.
In der ersten Phase – Grundphase - besucht das Kind mit einem Elternteil für ein oder zwei Stunden die Krippe. Es wird dabei von einer festen Bezugserzieherin begleitet. Sie begrüßt das Kind und die Eltern, ist bei dem Kind und stets offen für alle Fragen und Sorgen der Eltern.
In Phase zwei – Stabilisierungsphase - verlassen die Eltern den Raum zunächst für kurze Zeit, bleiben aber in der Einrichtung. In dieser Zeit bleibt die Bezugserzieherin ständig bei dem Kind. Der Zeitraum, in dem die Eltern aus dem Raum gehen, wird dann immer mehr ausgeweitet, bis das Kind ausreichend Vertrauen in die Erzieherin hat. Nun können die Eltern auch für kurze Zeit die Einrichtung verlassen, auch dieser Zeitraum wird immer weiter ausgedehnt. Das Kind bleibt nun auch ohne Eltern zum Mittagessen in der Krippe.
In der dritten Phase – Schlussphase - verabschiedet das Kind sich morgens von den Eltern und bleibt alleine in der Krippe, auch zum Essen und zum Schlafen. In dieser Phase sollten die Eltern noch gut erreichbar sein. Bald haben die Kinder genug Vertrauen gefasst und bleiben nun den ganzen Tag in der Krippe.

 

 

8.2.  Freispiel 
In unseren Einrichtungen hat das freie Spielen einen großen Stellenwert. Freies Spielen ermöglicht den Kindern selbst tätig zu sein, indem es gilt die individuelle Persönlichkeit mit all ihren Fähigkeiten weiter zu entwickeln.
Ihre Kinder entdecken im Spiel die Welt. Das Beobachten und Nachahmen ist eine Voraussetzung für die komplexe Anwendung der gemachten Erfahrungen im Spiel. Sie als Eltern haben vielleicht bereits beobachtet, dass Ihr Kind sie nachahmt. Das, was Sie als Eltern und wir Erzieherinnen tun wird nachgespielt. In der Kinderkrippe beobachten Ihre Kinder das Geschehen im Alltag. Mit der Zeit und zunehmenden Vertrauen werden Ihre Kinder  immer aktiver im freiem spielen,  bis sie anfangen auszuprobieren und von selbst spielen. Die Kinder wählen in dieser Zeit Spielmaterial, Ort, eventuelle Spielpartner, Aufgaben und Ziele selbst. Somit handeln die Kinder nach ihren eigenen Bedürfnissen. Kinder im Krippenalter wollen das tun was wir Erwachsene tun, wie z.B. den Tisch decken, Tisch abwischen, andere Kinder trösten und vieles mehr. Aber nicht nur das Nachahmen spielt eine wichtige Rolle. Gerade im freien Spiel können die Kinder ihrem großen Bewegungsdrang nachgehen. Im Spiel haben die Kinder somit die Möglichkeit, für das Leben zu üben und zu lernen.
Nicht nur Ihre Kinder beobachten im freien Spiel, auch für uns Erzieherinnen ist diese Zeit besonders wertvoll. In keiner anderen Zeit haben wir die Möglichkeit, Ihre Kinder so intensiv zu beobachten, mit zu spielen bei Bedarf, anzuregen und zu fördern. Beim Beobachten des Spielverhaltens ihrer Kinder  sind Interesse, Ausdauer, Konzentration und soziales Verhalten (auch bei Misserfolg) im Focus. Im Spiel werden für uns und auch für Sie als Eltern Fähigkeiten, Auffälligkeiten oder eventuelle Defizite erkennbar z.B. im Sprach- und Bewegungsverhalten, Konzentrationsfähigkeit, Selbstwertgefühl. Spannend zu sehen ist, welche Rolle Ihr Kind in der Spielgruppe einnimmt.
Einer unserer Aufgaben ist es, den Kindern im Spiel Anregungen bei Bedarf zu geben. Als Bezugspersonen stehen wir den Kindern stets zur Seite, unterstützen bei Konflikten, trösten bei Streit und sind Basis für  notwendige emotionale Zuwendungen. Die Förderung der Kinder in ihrem Selbstbewusstsein, sie ermutigen, ihnen Erfolgserlebnisse verschaffen, ihnen Sicherheit durch eine vorbereitete Umgebung geben, sind zentraler Schwerpunkt in unserer pädagogischen Arbeit mit Ihren Kindern.

 

 

8.3.  Kreatives Gestalten
Wir geben den Kindern beim Malen und Basteln den Freiraum, ihre eigene Phantasie und Kreativität umzusetzen. Viele Kinder kommen das erste Mal mit Fingerfarben, verschiedenem Papier, Stift, Schere, Kleister und anderen Materialien wie Federn, Watte, Stoffe, Knöpfe usw.  in Berührung. Die verschiedenen Materialien werden von den Kindern mit den Händen ertastet und befühlt, ihre Eigenschaften werden untersucht, Farben und Formen werden wahrgenommen. Es wird mit ihnen experimentiert, gemischt und gematscht oder gepantscht. Die Kinder lernen verschiedene Materialien kennen, sie erlernen ein Grundverständnis für Farben und Formen und sie entdecken eigene Gestaltungs- und Ausdruckswege. Durch das Malen mit den Fingern, den Umgang mit dem Pinsel oder dem Stift, durch das Schneiden oder Reißen von Papier wird die Grob- und Feinmotorik der Kinder gefördert. Jedes gestaltete Bild ist ein kleines Kunstwerk. Wenn wir dies positiv äußern (wertschätzen) wird das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl der Kinder gesteigert. Die Lust, Freude und der Spaß bleiben erhalten und  ist Vorraussetzung für phantasievolles und kreatives Gestalten, Spielen, Lernen und Arbeiten.

 

 

8.4.  Bewegungsförderung
Bewegung spielt eine große Rolle bei uns im Krippenalltag. Je jünger Kinder sind, desto größer ist ihr Bewegungsdrang. Kinder sind ständig in Bewegung, sie erlernen das Robben, Greifen, Krabbeln, Klettern und das Laufen aber auch das Treppen steigen, rutschen, schaukeln, Ball spielen, balancieren und wippen. Diese Bewegungsabläufe gehören zur Förderung der Grobmotorik.
Bei der Feinmotorik geht es um die Sensibilisierung der Fingerfertigkeit, diese sind unter anderem stecken, puzzeln, fädeln, schneiden, reißen, malen und kneten. Bewegung in der frühen Kindheit ist nicht nur für die motorische Entwicklung wichtig. Sie ist auch für die Eigenwahrnehmung, Raumwahrnehmung, für die kognitive Leistung und für das soziale Verhalten von Bedeutung. Wenn Kinder Erfahrungen in ihrer körperlichen Geschicklichkeit sammeln können, wird verstärkt Sicherheit ausgelöst. Dieses Kompetenzgefühl ist grundlegend für den Aufbau von Selbstvertrauen bei Leistungsanforderungen. Entscheidend dabei ist, dass wir und Sie als Eltern die Kinder motivieren und bestärken, sich etwas zuzutrauen. Annerkennung und Lob erhalten die Kinder in ihrem täglichen Tun. Ihre Kinder erhalten bei uns den nötigen Freiraum zum freien und angeleiteten Bewegen, um sich selbst auszuprobieren und ihre Umgebung zu erforschen. Durch gezielte Bewegungsangebote wird die Motorik der Kinder vertieft und gefördert.

 

 

8.5.  Musikalische Förderung
Kinder haben eine natürliche Freude an Musik und Handeln schon von Geburt an musikalisch.
Unser Ziel ist es, diese natürliche Freude am Lauschen von Geräuschen, Tönen und Klängen, am selber Musizieren und am Singen zu fördern. Unser tägliches Miteinander wird von Musik begleitet, beispielsweise im Morgenkreis, durch verschiedene Lieder, Fingerspiele, Tänze, vor dem Aufräumen, vor dem Schlafen und natürlich auch immer zwischendurch. Wir schaffen eine Atmosphäre, in der sich die Kinder musikalisch ausprobieren können, sei es mit Instrumenten, mit der Stimme, durch Bewegung oder Tanz. Musik bereitet nicht nur viel Freude, sondern stärkt und fördert auch gleichzeitig die Basiskompetenzen der Kinder. Das Wohlbefinden wird gesteigert. Musik fördert die Fantasie und die Kreativität der Kinder, über Musik können Kinder Gefühle und Gedanken zum Ausdruck bringen. Durch verschiedene Bewegungen und kleine Tänze zur Musik wird die Motorik der Kinder angeregt und gestärkt. Die Stimmbildung und Sprachbildung wird durch Musik positiv beeinflusst. Durch das gemeinsame Musizieren und Singen werden die sozialen Kontakte in der Gruppe gestärkt und der kognitive Bereich wird ebenfalls gefördert.

 

 

8.6.  Naturwissenschaftliche - mathematische Förderung
Bereits in den ersten Lebensjahren entwickelt sich das mathematisch Denken und Lernen. Wir fördern diese Entwicklung, indem die Kinder die Möglichkeit haben, verschiedene Formen und Gegenstände zu befühlen und zu ertasten, z.B. Bälle, große Würfel, Dreiecke. Das Mengenverständnis wird durch verschiedene Abzählreime oder Fingerspiele gefördert. Im Morgenkreis zählen wir gemeinsam die Kinder, die anwesend sind und die, die nicht anwesend sind und zeigen die entsprechende Zahl mit den Fingern. Dies sind die ersten Erfahrungen, die Kinder im Krippenalter mit Mathematik machen.
Dazu zählen aber auch die Erfahrungen mit Naturwissenschaften und Experimenten. Die natürliche Neugier der Kinder im Alltag macht es uns leicht, die Natur zu beobachten und zu erleben, z.B. werden bei einem Spaziergang Blumen angeschaut, Käfer, Ameisen oder Vögel werden entdeckt und beobachtet. Unser Ziel ist es, den Kindern einen guten Umgang mit der Natur und ihrer Umwelt zu vermitteln. Das können kleine Ausflüge zu bestimmten Themen sein, z.B. in den Umweltgarten nach Neubiberg, das angesammelte Altglas zum Container bringen oder die Naturvorgänge beobachten. Durch Experimente wie z.B. das Ansähen von Kresse, können die Kinder aktiv erleben wie etwas wächst. Sie erleben, was passiert wenn man die Kresse zu viel oder gar nicht gießt.

 

 

8.7.  Soziale- und emotionale Förderung
Die Förderung der sozialen- und emotionalen Kompetenzen ist ein sehr wichtiger Teil unserer Arbeit. Sie ermöglicht den Kindern, sich in die Gesellschaft zu integrieren.
Da Kinder von Geburt an  kontakt- und kommunikationsfreudig sind, ist es wichtig, dass sie einen guten Kontakt zu ihren Bezugspersonen haben. Es ist uns wichtig, mit emotionaler Wärme, Zuwendung, Einfühlungsvermögen und Verlässlichkeit den Kindern zu begegnen, um eine positive Beziehung zu den Kindern zu entwickeln. Wenn Kinder das alles erfahren, können sie dies im Umgang mit anderen Kindern umsetzen und weitergeben.
Wir helfen den Kindern, sich über ihre eigenen Gefühle bewusst zu werden und diesen Ausdruck zu verleiten, sei es durch Lachen, Weinen, Schreien oder auch sprachlich. Als Bezugspersonen unterstützen wir die Kinder in der Kontaktaufnahme zu anderen Kindern, helfen ihnen mit Streitsituationen umzugehen, sich in der Gruppe zurecht zu finden und zu integrieren. In einer Gruppe gibt es auch Regeln, die zu berücksichtigen sind, z.B. Rücksichtnahme auf kleinere Kinder, kein anderes Kind verletzen, nicht mit Spielzeug werfen. Die Kinder werden von uns unterstützt, diese zu verstehen und  einzuhalten.
Die soziale- und emotionale Förderung ist von großer Bedeutung, um sich in der großen Welt  recht zu finden.

 

 

8.8.  Sprache - und kognitive Förderung
Kinder kommunizieren von Anfang an mit ihrer Umwelt, zunächst durch Gestik, Mimik und über Laute, später dann über die Sprache. Sprache (Sprechen) wird über Hören, Nachahmung und Ansprache gelernt.
Für die Sprachentwicklung ist es wichtig, dass ihre Kinder in einem guten Kontakt zu ihren Erziehern stehen, da Kinder Sprache in Beziehung zu anderen Personen lernen und so versuchen ihre Umwelt besser zu verstehen. Uns ist es daher wichtig, viel mit den Kindern zu sprechen, unsere Tätigkeiten sprachlich zu begleiten, Fingerspiele und Lieder immer zu wiederholen und mit den Kindern in kleinen Gesprächskreisen z.B. über  die Naturveränderungen zu sprechen. Auch das gemeinsame Anschauen von Büchern regt die Sprache der Kinder an und fördert diese zu gleich.
Kinder haben einen natürlichen Drang sich ihrer Umwelt mit zu teilen. Es ist wichtig diesen natürlichen Drang zu fördern. Das Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein der Kinder wird gesteigert. Kinder lernen sich mitzuteilen, ihren Gefühlen und Bedürfnissen Ausdruck zu verleihen. Der kognitive Bereich wird u.a. über die Sprache angeregt, aber auch über alle anderen Bildungs- und Erziehungsbereiche gefördert, z.B. über die Bewegung, über den kreativen Bereich, über die Musik, über den naturwissenschaftlichen Bereich, u.s.w. Durch das ständige Wiederholen von Liedern, Fingerspielen, Bewegungsspielen und durch immer gleich bleibende Rituale wird das Gedächtnis der Kinder geschult. Die Phantasie und Kreativität spielt sich  im Kopf ab. Durch das freie kreative Gestalten, Geschichten erzählen oder nach eigenen Vorstellungen musizieren und Spielen wird diese gefördert. Im Krippenalter befindet sich die Denkfähigkeit in der anschaulichen Phase, d. h. wir als pädagogische Fachkräfte passen all unsere Angebote, Experimente, Gespräche u.s.w. dem Entwicklungsstand der Kinder an. Somit kann der kognitive Bereich ganzheitlich gefördert werden.

 

 

8.9.  Förderung in den lebenspraktischen Bereichen
Der lebenspraktische Bereich beinhaltet nicht nur die Hygiene, das Wickeln und das „Sauberwerden“, sondern auch ein gutes Körpergefühl, die Entwicklung eines Gesundheitsbewusstseins und den  Ausbau der Geschmacksnerven.
Wir unterstützen die Kinder darin, vom „Versorgt werden“ zum „Sich-selbst-versorgen-können“ zu gelangen.
Die Kinder werden von uns Erzieherinnen gewickelt und beim „Sauber werden“ unterstützt, das kann durch Gespräche, Bücher oder durch das immer wieder Anbieten des „Töpfchens“ geschehen. Wir halten die Kinder dazu an, sich nach dem Toilettegehen die Hände zu waschen. Gemeinsam nach dem Mittagessen gehen alle zum Zähneputzen. Wir bringen ihnen spielerisch über Lieder oder Bücher bei,  welche Bedeutung die Zahnpflege hat.
Im Säuglings- und Krippenalter steht die Geschmacksentwicklung noch am Anfang. Wir bieten den Kindern eine Vielfalt an verschiedenen Lebensmitteln beim Essen oder wir bieten Angebote mit Lebensmittel an, z.B. Äpfel, wie schaut er aus, er hat eine Schale und ein Kerngehäuse, wie schmeckt ein Apfel oder wir backen einen Kuchen, welche Zutaten brauche ich, wie schauen sie aus, wie ist der Geschmack und natürlich wie schmeckt der fertige Kuchen. Durch die gemeinsamen Mahlzeiten vermitteln wir den Kindern nicht nur Esskultur und Tischmanieren, sondern zeigen ihnen das durch gemeinsame Mahlzeiten auch die sozialen Kontakte gepflegt werden können, wir Essen gemeinsam, wünschen uns einen guten Appetit und können uns mit unseren Tischnachbarn unterhalten. Die Kinder können selber entscheiden was sie Essen wollen und wie viel, wir unterstützen die Kinder  darin selbständig zu Essen, mit den Fingern oder mit dem Löffel, und zu Trinken. Das alles sind kleine, aber wichtige Schritte damit die Kinder das „Sich-selber-versorgen-können“ erlangen.

 

 

8.10. Portfolio- eine Methode der Entwicklungsdokumentation
Portfolio ist eine Methode des Festhaltens und vor allem des Sichtbarmachens der Entwicklung ihrer Kinder.
Gerade in den ersten Lebensjahren erfolgt die Entwicklung in rasanten Schritten. Die Portfolio Seiten dokumentieren wie sich ein Kind entwickelt, wo es Hilfen und Förderung gebrauchen könnte und wo alles wie von selbst den richtigen Weg geht. Über diese Aufgabe hinaus hat das Portfolio auch eine große emotionale Bedeutung für alle, die am Entwicklungsprozess des Kindes beteiligt sind- und irgendwann für das Kind selbst. Wir gestalten den Entwicklungsverlauf mit Bildern und erzählenden Texten, neben wichtigen Entwicklungsschritten halten wir ebenso die emotionalen Aspekte fest. Wenn dann das Kind älter wird, in seinem Portfolio blättert und verstehen kann was darin geschrieben wurde wird es diese Wertschätzung auch selbst erfahren und in seinem Selbstbewusstsein gestärkt werden.
Die Portfolio Arbeit kommt sowohl dem Bedürfnis der Erzieherin zugute, die eigene Arbeit sichtbar zu machen, als auch dem Bedürfnis der Eltern, möglich viel vom Erleben Ihres kleinen Kindes mitzubekommen.
Bei uns in der Krippe wird für und mit jedem Kind sein eigenes Portfolio gestaltet. Sie als Eltern mit ihren Kindern haben jederzeit Einsicht in diese Arbeit, da das Portfolio sichtbar im jeweiligen Gruppenraum zu finden ist.

 

 

8.11. Gesundheitsförderung/Gesundheitserziehung
Gesundheitsförderung ist ein Prozess, der darauf abzielt, Kindern ein höheres Maß an Selbstbe-stimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen (Ottawa-Charta).
Unser Ziel ist, das dass Kind selbst bestimmt Verantwortung für sein eigenes Wohlergehen übernimmt.
Bereits in der Kinderkrippe erwirbt das Kind Wissen für ein gesundheitsbewusstes Leben. Unsere pädagogische Arbeit  zur Gesundheitsförderung/Gesundheitserziehung beinhaltet folgende Bereiche:

 

 

Eigenes Körperbewusstsein:

 

  •  eigene Körpersignale wahrnehmen
  • sich selbst annehmen, wertschätzen so wie man ist
  • eigene Gefühle wahrnehmen

 

Ernährung:

 

  • mit allen Sinnen das Essen als Genuss erleben
  • unterscheiden lernen zwischen Hunger und Appetit
  • Sättigung erkennen und darauf reagieren
  • gemeinsame Mahlzeiten als Pflege sozialer Beziehungen verstehen
  • aneignen von Esskultur und Tischmanieren 
  • sich Wissen aneignen über gesunde Ernährung
  • Zubereitungen von Speisen wie z.B. backen, kochen
  • Signale erkennen als Reaktion auf bestimmte Lebensmittel
  • Basisverständnis erwerben über Herstellung von Lebensmitteln

 

Körperpflege und Hygiene:

 

  • Verständniserwerb über die Bedeutung von Hygiene und Körperpflege
  • Pflege des eigenen Körpers
  • Zahn- und Mundpflege (Prophylaxe)

 

Körper- und Gesundheitsbewusstsein:

 

  • ein Gespür dafür entwickeln was seinen Körper gut tut
  • Erholungsphasen nutzen und Entspannungstechniken erlernen z.B. Yoga für Kinder, Kneipp- Anwendungen
  • Positiven Umgang mit Stress erlernen
  • Den Körper außen wie innen zu benennen (bezogen auf Organe und Gliedmaßen sowie äußerliche Merkmale)
  • Übernahme von Verantwortung für den eigenen Körper

 

Sexualität:

 

  • Entwicklung einer positiven Geschlechtsidentität (so wie ich bin, bin ich in Ordnung)
  • Erwerb von Grundwissen über Sexualität und darüber sprechen
  • Entwicklung einer eigenen Intimsphäre und deren Achtung
  • Nein sagen lernen und angenehme/unangenehme Gefühle unterscheiden lernen

 

Sicherheit und Schutz:

 

  • eventuell auftretende Gefahrenquellen erkennen und Einschätzen können
  • Verständnis erlangen das Aktivitäten mit Konsequenzen für die Gesundheit verbunden sein können
  • Grundkenntnisse über sicheres Verhalten im Straßenverkehr
  • Grundwissen über richtiges Verhalten bei Unfällen und Feuer
  • Lernen jemanden um Hilfe zu bitten und diese annehmen

 

9.     Feste und Feiern
Feste und Feiern bereichern immer wieder den Alltag in den Kinderkrippen. Neben Geburtstagen die mit den Kindern gefeiert werden, stellen Feste wie Sommerfest, Laternenfest, Nikolaus, und andere Feiern der christlich abendländischen Tradition feste Bestandteile im Kinderkrippenjahr dar.

 

 

10.   Erziehungspartnerschaft von Eltern und pädagogischen Fachkräften
Pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen von Krippe bis Hort kann und will kein Ersatz für die Erziehung und Förderung der Eltern sein.
Die Kindertageseinrichtungen der Neue KinderFAN GmbH verstehen sich in jeder Hinsicht als familienergänzend und –unterstützend.
Das Personal ist in der pädagogischen Arbeit auf die Mitarbeit und Unterstützung der Eltern angewiesen. Die Form der Zusammenarbeit zum Wohle der Kinder wird als Erziehungspartnerschaft verstanden. Es wird großer Wert darauf gelegt, dass diese in gegenseitigem Einvernehmen und Respekt vonstattengeht.
Das Ziel der Neue KinderFAN GmbH ist es, kompetente Kinder zu bilden, zu erziehen und diese in ihrer Entwicklung zu unterstützen.
Zur Erfüllung dieses Zieles werden in den Kindertageseinrichtungen die vom bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) vorgegebenen zu erlernenden Kompetenzen bis zur Einschulung gefördert und entwickelt.

 

 

10.1. Informationen und Austausch
Elterninformationen über das Geschehen in unseren Einrichtungen erhalten Sie in Form von Elternbriefen, Aushängen z.B. Rahmenpläne sowie auslegen von Informationsbroschüren, Fotodokumentationen  die einen Einblick in die pädagogische Arbeit mit Ihren Kindern geben z.B. Ausflüge in den Englischen Garten und Projektarbeit.

 

 

10.2. Tür- und Angelgespräche
Während der Bring- und Abholzeiten finden immer wieder die so genannten Tür- und Angelgespräche statt. Hier haben Sie als Eltern die Möglichkeit uns Informationen über Ihr Kind oder die Familiensituation zu geben. Ihre Kinder reagieren auf die unterschiedlichen Lebenssituationen. Wir die pädagogischen Fachkräfte sind durch Ihre Informationen in der Lage das Kind in seiner Situation aufzufangen und zu begleiten.
Dies gilt auch für den Informationsfluss Seiten der Erzieherinnen. Sie als Eltern erhalten wichtige Informationen über Ihr Kind z.B. hat es geweint, gegessen, geschlafen, mit wem gespielt oder Streit gehabt. Sie kennen Ihr Kind am besten und wissen was es braucht. Manchmal reicht es zu trösten, zu kuscheln oder einfach zu zuhören. Ein anderes Mal dauert die Klärung einer Situation länger und die Lösung ist nicht greifbar. Bitte scheuen Sie sich nicht uns an zusprechen und um Rat zu fragen. Das Team steht Ihnen mit seinem pädagogischen Wissen zur Verfügung. Mit unseren Wissen und Ihren Erfahrungen werden wir gemeinsam zum Wohle Ihrer Kinder zusammenarbeiten. Ihr Kind spürt, dass es bei und gut aufgehoben ist und kann somit in einem geschützten Rahmen spielen, lernen und Spaß haben.

 

 

10.3. Elterngespräche
Elterngesprächen findet in unseren Einrichtungen in der Regel nach Terminabsprache, einmal im Jahr statt. Hier haben wir die Möglichkeit uns über die Entwicklung und das Verhalten ihres Kindes auszutauschen. Im Elterngespräch findet ein Austausch über Erziehungsziele zwischen päda-gogischen Fachkräften und Eltern statt, Erziehungsvorstellungen können miteinander abgestimmt werden. Bei Bedarf werden Elterngespräche mehrfach angeboten, damit der beschleunigte Entwicklungsverlauf gemeinsam reflektiert werden kann.

 

 

10.4. Elternabende
Mehrmals im Jahr finden in den Kinderkrippen Elternabende statt.

 

 

10.5. Elternumfrage
Durch regelmäßige Eltern Umfragen in Form eines Fragebogens ist das Erfassen von Wünschen, Bedürfnissen, Einschätzungen und Rückmeldungen der Eltern gewährleistet. Eltern Umfragen mittels Fragebogen ermöglichen eine konstruktive Äußerung von Kritik und einen angemessenen Umgang mit Beschwerden. Die Auswertung ermöglicht dem Team der Einrichtung ihre pädagogische Arbeit zu reflektieren. Ideen und Wünsche werden erörtert und können in die tägliche Arbeit einfließen.

 

 

10.6. Elternbeirat
Die Elternbeiräte werden von der Elternschaft gewählt. Sie besitzen beratende Funktion und unterstützen bei organisatorischen Vorbereitungen.

 

 

11.   Qualitätssicherung
Um die Qualität der pädagogischen Arbeit in den Einrichtungen von KinderFAN zu sichern und weiter zu verbessern, werden jährlich Qualitätsumfragen unter den Eltern durchgeführt. Zudem arbeiten alle Mitarbeiter nach einem Qualitätshandbuch dessen Inhalt regelmäßig überprüft wird.

 

 

12.   Vernetzung und Kooperation
Bei der Vernetzung und Kooperation mit anderen Institutionen geht es in erster Linie darum, das Wohl des Kindes und ihrer Familien sicherzustellen.
Unter anderem arbeiten wir mit folgenden Institutionen zusammen:
Gesundheitsamt, Sozialreferat, Stadtjugendamt, Dachverband Bayerischer Träger für Kindertageseinrichtungen e.V.,

 

13.   Schlussgedanken
In Ihrem Sinne möchten wir die Erziehungs- und Bildungsarbeit Ihrer Familie unterstützen, ergänzen und fortführen. Mit der pädagogischen Arbeit in unserer Einrichtung wollen wir den individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten Ihres Kindes gerecht werden und es in seiner Gesamtpersönlichkeit fördern. Für die Erfüllung unseres Bildungs- und Erziehungsauftrages ist uns die aktive Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Kindertagesstätte ein großes Anliegen. Wir möchten Sie deshalb bitten, das Gesprächsangebot unserer Mitarbeiterinnen regelmäßig zu nutzen und an unseren Elternabenden sowie Festen und Feiern teilzunehmen.
Wir wünschen Ihnen und uns, dass sich Ihr Kind in unserer Einrichtung wohl fühlt und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit.